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Thema: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

  1. #1
    Mastermind in Training
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    Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Hallo,

    ich nutze seit 1998 Opera als meinen Standardwebbrowser und bin damit immer sehr zufrieden gewesen. Es hatte Vorteile einen fast unbekannten Browser zu verwenden, da man kaum Ziel von Angriffen war. Zudem hatte Opera viele Funktionen entwickelt, die heute in allen Browsern gängig sind. Das wären zum Beispiel Tabs, Mausgesten, Tabs in der Programmleiste, Suchfeld neben dem Adressfeld, Syncronisation zwischen mehreren Computern, "Favoriten" als Kacheln auf einem leeren Tab, usw.

    Um so mehr schmerzt es mich, dass ich eventuell den Browser wechseln möchte. Das Problem ist einfach, dass viele Webseiten nicht richtig dargestellt werden und ich auch Ladeprobleme habe. Es ist schon merkwürdig, dass mir Opera ab und zu meldet, dass ich eventuell eine langsame Internetverbindung habe. Noch sind wir nicht so weit, dass 50Mbit langsam sind Ich habe das Gefühl, dass Opera aktuell mein Flaschenhals ist. Zwar nicht immer, aber zu häufig. Häufig muss ich auf andere Browser ausweichen, weil eine Webseite nicht richtig funktioniert. Ob es nun schuld von Opera oder der Webseite ist, sei dahingestellt. Fakt ist, das andere Browser damit klar kommen. Nur welcher Browser ist der "Beste"?

    Meine aktuelle Auswahl ist:


    Iron basiert auf Chromium und wurde von einer deutschen Firma "verbessert". Laut einigen Webseiten, soll Chromium nicht alle Google-Funktionen entfernt haben, die die Privatsphäre gefährden. Meine Präferenz liegt derzeit bei Iron, da er gegenüber Chromium mehr Privatsphäre verspricht und als fertiger Build vorliegt.

    Firefox soll etwas träge sein, wenn man einige Plugins nachinstalliert, was der Grund ist, weshalb ich lieber du Chrome greife.Ob dies nun der Wahrheit entspricht, kann ich selber nicht beurteilen. Wie ist eure Meinung dazu? Welchen Browser würdet ihr verwenden und weshalb? Vielleicht besteht ja auch eine mir unbekannte Möglichkeit die Macken von Opera zu beheben.

    neon
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  2. #2
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Zitat Zitat von neon Beitrag anzeigen
    Laut einigen Webseiten, soll Chromium nicht alle Google-Funktionen entfernt haben, die die Privatsphäre gefährden.
    Die Aussage ist schon deshalb Quatsch, weil Chrome auf Chromium basiert und nicht umgekehrt. Ich nutze Chrome, insbesondere wegen Flash- und PDF-Support, was Chromium nicht beinhaltet, da non-free. Ebenso fehlen dort MP3 und AAC, was mich persönlich aber nicht weiter juckt. Außerdem liefert Google über Ihre Repositories wesentlich schneller Updates.

    Einen groben Vergleich gibt es hier: http://code.google.com/p/chromium/wi...VsGoogleChrome Es läuft aber im Wesentlichen auf die bereits erwähnten non-free Bundles heraus.

    Zu SRWare Iron kann ich nichts sagen, aber ich würde eher Google vertrauen, als irgendeiner unbekannten deutschen Firma, bei der man sich fragen muss, wie sie ihr Geld verdienen...

    Interessant wäre Dein System. Je nachdem könnten vielleicht auch Safari, Camino, Konqueror oder andere was für Dich sein.

  3. #3
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ich nutze meist Firefox, mal Chrome und ganz selten Opera... halt alle drei installiert.
    Über das neue Zeitalter der Gehirne eines Menschen!
    echo 'main() { char z[] = "ping "; for(;printf(z);z[1]^=6); }' > a.c; gcc a.c -o a; ./a # 16.11.2011 02:51

  4. #4
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ich habe über die Jahre (seit 0.6) Firefox / Firebird genutzt und mittlerweile nutze ich ihn gar nicht mehr. Warum? Weil Chrome erst langsam, dann in immer mehr Bereichen Firefox auf meinen Rechnern das Wasser abgegraben hat. In den aller meisten Fällen mag ich Chrome lieber, dennoch vermisse ich manchmal Firefoxs mächtigere Plugin-Schnittstelle, die aber ironischerweise ein Grund zum Wechsel des Browsers gewesen ist.

    Chrome ist immer aktuell, haushaltet IMO auf Mehrkern-Systemen besser mit den Ressourcen, stellt viele Mediendateien (AAC/MP3/PDF; wie oben schon erwähnt; in einer Sandbox inline dar), bietet einen exzellenten Web-Inspector (der ebenfalls ironischerweise sein Vorbild Firebug an Features und Release-Zyklen weit in den Schatten gestellt hat), hat sehr schnelle Update-Zyklen und tolle Implementationen neuer experimenteller Funktionen.

    Bei Firefox sind spätestens seit dem neuen Realease-Zyklus auf meinem Rechner die Lampen ganz ausgegangen. Ich möchte nicht, dass "alle Nase lang" eine Hand voll Plugins deaktiviert wurden, nur weil sich die Versionsnummer (aber sonst nicht viel) geändert hat.

    Kurzum: Obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, ist Chrome mittlerweile mein Standardbrowser geworden. Firefox krame ich nur noch zum Testen und für Spezialfälle (e.g. Videodownloader) heraus. [Wobei es auch da mit cclive ein tolles Commandline-Utility gibt]

  5. #5
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Danke für eine Antworten. Aktuell läuft es auf Chrome heraus. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Chrome, Chromium oder Iron. Chrome hat bei mir immer noch den Ruf des Datensammlers. In der Vergangenheit soll sich aber einiges getan haben und der Vergleich von Shakademus zeigt auch, dass man bei Chrome alles deaktivieren sollte. Wenn ein paar Nutzeraktivitäten zur Softwareverbesserung gesammelt werden, finde ich das nicht weiter schlimm. Aber Protokollierung von Suchanfragen, Besuch von Webseiten usw. möchte ich nicht haben.
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  6. #6
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Zitat Zitat von neon Beitrag anzeigen
    Aber Protokollierung von Suchanfragen, Besuch von Webseiten usw. möchte ich nicht haben.
    Das ist doch browser-unabhängig, wenn man Webseiten mit google.de findet und/oder die dann noch Adsense zum Monetarisieren benutzen.
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    echo 'main() { char z[] = "ping "; for(;printf(z);z[1]^=6); }' > a.c; gcc a.c -o a; ./a # 16.11.2011 02:51

  7. #7
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ja, wenn man die Suche verwendet. Werden bzw. wurden aber auch nicht die normalen Adressen protokolliert?
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  8. #8
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ja, das ist Standard und nennt sich Chronik. Bei Firefox und Chrome (Chromium) kann man es deaktivieren. Darauf hat aber in jedem Fall niemand von außen Zugriff.

  9. #9
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ja, dass ist mir schon klar. Nur verdient Google sein Geld mit benutzerspezifischen Werbung und mit einem Browser könnte man noch genauere Profile erstellen. Chromium und Iron werden ja nicht ohne Grund verwendet. In der Vergangenheit soll Google aber zurückgerudert haben. Beispielweise wird keine eindeutige ID mehr bei der Installation erstellt. Welche weiteren bedenklichen Funktionen entfernt wurden bzw. nun deaktivierbar sind weiß ich nicht. Daher zögere ich noch bei Chrome.
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  10. #10
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    Re: AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Zitat Zitat von neon Beitrag anzeigen
    Ja, dass ist mir schon klar. Nur verdient Google sein Geld mit benutzerspezifischen Werbung und mit einem Browser könnte man noch genauere Profile erstellen.
    Und lass mich raten. Gleichzeitig verwendest du Facebook, Twitter (und Konsorten), verwendest die Google Suche oder hast gar ein Google Konto?

    Die Bedeutung der Datenschutzeinstellungen von Chrome lassen sich unter [1] nachlesen. Damit kann man viel deaktivieren, was der Browser standardmäßig an Google sendet. Ich denke nicht, dass Google zusätzlich versteckte Daten über den Browser an die Server sendet. Dafür ist Chrome mittlerweile zu groß. Die meisten Daten sammelt Google ohnehin über ihre Services. Dagegen kannst du ja standardmäßig JavaScript, Plugins und Cookies deaktivieren und den DNT Header setzen.

    Ich verwende Firefox schon seit er damals als "Phoenix" releast wurde und habe auch weiterhin vor ihn zu verwenden, wobei ich auch sagen muss, dass es immer mehr Sachen gibt, welche mich stören. Aber ich bin ihn einfach gewöhnt und zudem möchte ich einige Plugins nicht missen.

    [1] https://support.google.com/chrome/bi...ttings_privacy

  11. #11
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ja, bin bei Facebook, aber das war es auch Weder Twitter noch Google. Bei der Suche gibt es leider keine so gute Alternative, aber solange man nicht bei Google eingeloggt ist, hält es sich mit der Datensammlung in Grenzen.

    Ich habe mich für Chrome entschieden. Wie gesagt, hatte ich meine Infos noch aus früheren Tagen und es hat sich bis heute ja vieles getan. Ich misse zwar einige Features von Opera, aber man kann ja nicht alles haben. Eventuell schaue ich mir noch den aktuellen FF an.
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  12. #12
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Zitat Zitat von neon Beitrag anzeigen
    Ich misse zwar einige Features von Opera
    Z. B.? Muss man vielleicht nur finden. Ansonsten gibt es eine Extension dafür.

  13. #13
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Ja, für das meiste konnte ich Extensions finden. Zwar sind sie nicht identisch zu den Funktionen in Opera, aber OK. Die Mausgesten funktionieren aber nicht so gut wie in Opera. Auch habe ich eine Extension genutzt, dass ein Link im Hintergrund geöffnet wird, wenn man ihn lange anklickt. Das gibt es auch unter Chrome, aber leider funktioniert es nicht immer. Und was ich nicht gefunden habe, ist das Gruppieren von Tabs. Es gibt zwar viele Extensions die das im Namen versprechen, aber entweder sortieren sie die Tabs einfach um, oder man sich eine Session speichern und dann die Tabs auswählen. In Opera kann man ein Tab über das andere legen und es entsteht eine Gruppe. Diese kann ich dann minimieren und sie bleibt bestehen. So konnte ich immer viele Tabs offen halten und hatte meine Ordnung.
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  14. #14
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Hm. Du kannst Tabs aus der Leiste ziehen, dann bekommen sie ihr eigenes Fenster. Auch eine Art Gruppe. Und Du kannst Tabs von Fenster zu Fenster verschieben.

  15. #15
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    AW: Die Qual der Wahl beim Browserwechsel

    Da gefällt mir die Lösung mit den Session besser.
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