Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die eingesetzte Software
the_postman
04.12.2004, 15:38
Hallo,
ich wollte mich 'mal nach euren Wuenschen fuer die verwendete Grund-/Basissoftware fragen.
So soll z.B. die Frage nach WM, Shell, Kernel und anderen Dingen, die auf jeden Fall enthalten sein sollen (muessen) geklaert werden.
Ich persoenlich wuerde mir WMI, zsh und einen 2.4er Kernel wuenschen.
Zudem faende ich es nuetzlich, eine Art Mini-Paketmanagementsystem einzufuehren. Dieses Paketmanagementsystem soll dem User die Moeglichkeit geben, sein System etwas weiter anzupassen. So waere z.B. ein Wardrivingpaket denkbar, welches zusaetzlich ueber dieses System hinzuinstalliert werden kann.
Hierbei wuerde ich zwischen zwei Moeglichkeiten unterscheiden:
1. Es bleibt dem User ueberlassen, sich sein System zusammenzustellen. Er laedt sich nur ein Grundsystem herunter, welches nur die notwendigste Software enthaelt; alles andere wird ueber Zusatzpakete geregelt. Spaeter wird die Zusammenstellung (Grundsystem + Zusatzpakete) dann auf den USB-Stick geschaufelt.
2. Der User besitzt bereits ein brauch- und nutzbares System. Alle zusaetzlichen Pakete werden erst nach dem Start des Systems ueber eine LAN-/Internetverbindung direkt aus dem Internet geladen. Hier werden die Pakete jedoch nur auf die Ramdisk geladen, d.h. sie sind nach einem Neustart futscht. (Diese Methode wird afaik auch auf der hakin9-LiveCD genutzt).
Die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden liegen auf der Hand:
Waehrend die zweite Methode eher zum Ausprobieren von Software gedacht ist, hat der User bei der zweiten Methode die Moeglichkeit nach jedem Start eine gewohnte Umgebung vorzufinden, bei der z.B. auch die Konfigurationsdateien erhalten bleiben. (Bevor jetzt einer das anmerkt: Klar, man kann auch bei Methode 2 die Konfigurationsdateien behalten. Ist aber imho net sonderlich prickelnd).
Denkbar waere neben dem Wardrivingpaket (mit kismet etc.) z.B. auch ein Usenetpaket (slrn, slrnpull, ...) oder ein Browserpaket (Firefox, evtl. auch mit Flash *igitt*).
Nun .. was haltet ihr von den beiden Methoden zum Paketmanagement und was habt ihr fuer Vorschlaege bezgl. der zu verwendenden Software?
Cheers,
phil
bug|unfixed
04.12.2004, 16:21
Wieviel MB stehen denn zur Verfuegung? Also ohne Kernel...
mfG, bug
Also je nach USB-Stuck ungefähr 128 oder 256 MB.
Bei LFS bleibt bei einem Basissystem mit 90 MB (laut Strcat (http://www.buha.info/board/showpost.php?p=323303&postcount=15)) 38 bzw. 166MB.
Zum Thema: Mir reicht ne Shell + MC
Kernel: bin gerade bei 2.6.7, Umbau auf 2.6.9
X: brauch ich eigentlich nicht umbedingt, aber wenn dann mit nem kleinen WM. FVWM2 , Fluxbox oder so.
Packetmanager wird ne kleine Herausforderung...
Gerhard
the_postman
04.12.2004, 17:15
hmm .. in Sachen Paketmanager muss man ja nichts eigenes entwickeln.
IPKG [1] ist hier imho hervorragend fuer geeignet; orientiert sich am deb-Format.
Mit IPKG hab ich schon haeufiger gearbeitet, und es ist wirklich kinderleicht, eigene Packages zu installieren.
http://www.kefk.net/Linux/Distributionen/Allgemein/Debian/Paketverwaltung/Itsy/index.asp
Ich persoenlich wuerde mir WMI, zsh und einen 2.4er Kernel wuenschen.
Ich hätt gerne nen Pils. Wie wärs mit einer einfachen meta-distribution, die simple tools bietet, um die eigentliche Distribution erstellt?
the_postman
04.12.2004, 18:59
fippo:
Habe ich ja bereits vorgeschlagen, siehe Moeglichkeit 1 in meinem vorletzten Posting.
Metadistribution? Das erinnert mich irgendwie an Rocklinux
poiin2000
04.12.2004, 22:51
ich hätte gerne Programme ala
sed
awk
strings
cat
less
more
vi
mc
ping (netzwerkunterstütztung)
...
mehr soweit mir es einfällt
binutils, fundutils, net-tools, fileutils und Perl.
warum kernel 2.4? warum neu wenns auch alt geht?
screen
ncftp
pike
irssi
sim
smb-client
cvs- & svn-client
maybe vdr?
some games
wären meine vorschläge.
ich halt weniger von ner meta-distribution, da dafür dann zwangsläufig ein inet-anschluss nötig ist. auch wenn es sowas heutzutage fast überall gibt,
ausgehen kann man davon dennoch nicht.
und bei isdn schiebt man sich ja filme wenn ein neustart bevorsteht.
ich meinte meta-distribution, dass man die Distribution einmal entsprechend seinen Vorstellungen baut und dann in der gewünschten Form auf dem stick hat. Wie posty schon sagte :)
# pike
definitiv! :)
the_postman
05.12.2004, 13:25
hmm ..
Also sim, irssi, cvs, vdr und die games halte ich nicht fuer sinnvoll, sofern das ganze als Metadistribution ausgerichtet wird, und die genannte Software dann in die Hauptdistribution 'reinkommen soll.
Als zusaetzliche Pakete wuerde die Software jedoch natuerlich kein Problem darstellen.
edit: sim? naja .. wuerde das das ganze nicht wieder bloatig machen? (kdelibs etc.)
Da wuerde ich eigentlich eher zu centericq tendieren.
joa vdr is a bissl overload, deshalb auch das fragezeichen.
über die abhängigkeiten von sim noch garnicht nachgedacht; kde-librarys brauchts allerdings nit, dafür aber qt. centericq passt.
Was unbedingt rein muss, ist eine Recover-Software, fuer alle gaengige Formate.
Jemand da eine Idee / Erfahrung ?
Nein. Das muss da nicht rein, weil *kein* Recover-Programm unter "Linuxtypischen Filesystemen" funktioniert.
http://recover.sourceforge.net/linux/recover/
Ich habs versucht, aber es ging nicht ;)
Und wie sieht es aus fuer "untypische Linux-Filesystems"? Fuer NTFS, FAT, undsoweiter?
Keine Ahnung. NTFS/FAT is Windowsscheisse und interessiert mich nicht.
Killswitch
13.12.2004, 17:58
Also das ist zwar kein Recovery Programm wie ihr das im Sinn habt, aber das kleine Programm gpart (ich hab jetzt gerade keine Homepage dafür gefunden) hat mir schonmal das Leben gerettet. Das Programm such nach gelöschten Partitionen auf der Festplatte und hilft dabei eine kaputte Partitionstabelle wiederherzustellen.
Also das ist zwar kein Recovery Programm wie ihr das im Sinn habt, aber das kleine Programm gpart (ich hab jetzt gerade keine Homepage dafür gefunden) hat mir schonmal das Leben gerettet. Das Programm such nach gelöschten Partitionen auf der Festplatte und hilft dabei eine kaputte Partitionstabelle wiederherzustellen.
http://www.stud.uni-hannover.de/user/76201/gpart/
testdisk rockt.
http://www.cgsecurity.org/testdisk.html
Wenn man schneller schreibt als man denkt, setzt man Datei ``clobber'' und schreibt sich ein Script, welches Dateien in ein Verzeichnis verschiebt und das Script nimmt man dann als Alias fuer rm(1). Ihr habt Probleme..
Software:
* zsh
* emacs-nox
* gcc
* ruby + irb
* nasm
* nasm-doc :D
* fte
* moon-buggy
Zsh gut und recht, aber als was? Als Ersatz fuer /bin/sh sicher nicht, weil sie nicht konform zu POSIX ist (ausser ihr seid so bescheuert wie ich und schreibt alle Scripte, die von INIT abgearbeitet werden, komplett neu/selbst.
sh für init, zsh für mich :)
Wusste nicht, dass die zsh sich so von sh(-Script) unterscheidet. Aber aber arbeiten möchte ich mit (ba)sh nicht mehr, die zsh ruhlt einfach zu arg :D
Oder du schreibst di init-Scripts für die zsh um, dann räuchte man nix anderes mehr ;)
sh für init, zsh für mich :)
Das is das Problem an der Sache. Keine Linuxdistribution enthaelt die originale Bourneshell, sondern da ist /bin/sh lediglich ein Link gegen eine Bourne-kompatible Shell und das ist halt mal die Bash. Die originale Bourneshell ist nichtmal in *BSD enthalten, weil sie selbst dort an INIT bzw. die Libc angepasst worden ist.
Wenn das System auf einem USB-Stick laufen soll bzw. wenig Platz belegen soll, dann ist es IMO sinnbefreit mehrere aehnliche Applikationen zu installieren.
Wusste nicht, dass die zsh sich so von sh(-Script) unterscheidet.
Doch. Tut sie.
$ mkdir foobar
$ cd foobar
$ touch .fnord
$ echo $0
-zsh
$ echo .*
.fnord
$ exec /bin/sh
$ echo $0
/bin/sh
$ echo .*
. .. .fnord
$
``.'' und ``..'' sind keine Glob Qualifiers, sondern eine laut IEEE Std 1003.1 zulaessige Pattern Matching Notation. Siehe auch die FAQ (http://zsh.sunsite.dk/FAQ/zshfaq02.html#l9).
Oder du schreibst di init-Scripts für die zsh um, dann räuchte man nix anderes mehr ;)
``emulate sh''
[...] sondern da ist /bin/sh lediglich ein Link gegen eine Bourne-kompatible Shell und das ist halt mal die BashUi, das erklärt den Ärger den ich hatte, als ich die Bash gelöscht und statt dessen einen Link auf die zsh angelegt hab :rolleyes: Bin halt ein Pfuscher :(
xenobyte
14.12.2004, 13:56
Da hab ich nochmal Glueck gehabt. Ich wollte es naemlich genauso machen wie lizer, nur auf nem Server. Da ich den staendigen Drang habe, Software zu loeschen die wenig genutzt wird, wollte ich nach meinem Umstieg auf die Zsh die Bash loeschen, und eben einen Link auf die Zsh legen. Da aber jemand auf dem System die Bash nutzt, habe ich nur mir die Zsh als Login-Shell gegeben und alles so gelassen wie war *pust* :)
Fuer solche Faelle hat man einen alten Testrechner.
Hmm ich denke Mittlerweile wäre ein ein 2.6-Kernel schon sinnvoller, falls sich überhaupt noch wer gedanken über das system macht.