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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schutz vor hochwasser



bond-james-bond
25.08.2002, 12:31
hi! mal was aktuelles!
Ich will einen Hochwasserschutz bauen. Dazu habe ich folgende Schaltung entworfen/kopiert. Für euch ist sie wahrscheinlich gleich zu durchschauen.
Das Relais soll anziehen wenn 2 Drähte ins Wasser getaucht werden. (Auf meiner Skizze sind die 2 Drähte nicht eingezeichnet. Der rot markierte Widerstand steht für das Wasser. (Bei meinen Messungen hatte das Wasser ca. 200kOhm Widerstand.) Wenn also das Wasser die Drähte berührt soll das Relais anziehen. Wenn das Wasser aber wieder sinkt, soll das Relais noch kurz angezogen bleiben (Deshalb der Elko).
http://crn-clan.netfirms.com/schaltung.jpg
Wie siehts aus? Findet ihr die Schaltung ok? Wird das so funktionieren?
mfg,
manny

45PrivateSnafo
25.08.2002, 18:27
Hm, will nicht klugscheissen, aber bau dir doch lieber eine Schaltung mit einem Heiß- (NTC) oder Kaltleiter (PTC). Kaltes Wasser verändert das Widerstandsverhalten, dannach kannst du deine Schaltung konzipieren.
Wasser kann nämlich unterschiedlich leitfähig sein (besonders verschmutztes Flußwasser), bzw. sogar überhaupt nicht leiten, deshalb kannst du nicht mit 200 kOhm rechnen, obwohl es prinzipiell funktioniert.

bond-james-bond
25.08.2002, 18:33
stimmt schon! aber ich denke das mit der Temperatur ist nicht viel besser, da das alles draußen angebracht wird!
mfg,
gangsta

Wowbagger
26.08.2002, 09:39
http://195.8.255.60:2431/Portale/modellbauportal.de/Redaktionelles/20013258102805

TBuktu
26.08.2002, 10:46
Wofür ist der 100K ?

Gruss
Tim

bond-james-bond
26.08.2002, 13:50
hm, der 100er sorgt dafür dass sich der Elko nicht so schnell entlädt, sodass die Verzögerung länger ist!
mfg,
bond

bond-james-bond
27.08.2002, 08:58
nochmal @45PrivateSnafo:
der 200k Widerstand ist eher als Mittelwert anzusehen. Also wenn der Widerstand des Wassers zwischen 0 Ohm und 500k Ohm liegt, müsste die Schaltung funktionieren. Und ich glaube auch, dass Dreckswasser, wie es bei Überschwemmungen üblich ist, nicht in die Richtung destiliertes Wasser geht.

@Wowbagger:
Danke für den Link. Doch mir ist diese Schaltung etwas zu kompliziert, da sie ja noch einen integrierten Spannungswächter beinhaltet. Trotzdem danke!

gruß,
bond

TBuktu
27.08.2002, 09:12
@007

Das mit dem 100k ist jetzt aber nicht so ernst gemeint, oder?

Wieso sollte sich der Elko LANGSAMER entladen?

Aber allgemein ist die Schaltung doch ok.
Man kann noch den 1k in die Collectorleitung vom linken Transistor machen. Dann hat man eine echte Darlington-Schaltung. Die Verstärkungen der beiden Transitoren multiplizieren sich und es wird völlig egal, ob das Wasser nun schlecht oder gut leitet.

Gruss
Tim

bond-james-bond
27.08.2002, 10:45
@TBuktu:
Keine Ahnung, warum der langsamer entladen werden sollte. Ich dachte es könnte so sein :)


Aber allgemein ist die Schaltung doch ok.
Jein, ich habe die Schaltung jetzt aufgebaut aber sie funktioniert nicht! Die Spannung ist zu niedrig, weshalb das Relais nicht anziehen kann. Mit ner Led funktioniert es.


Man kann noch den 1k in die Collectorleitung vom linken Transistor machen. Dann hat man eine echte Darlington-Schaltung. Die Verstärkungen der beiden Transitoren multiplizieren sich und es wird völlig egal, ob das Wasser nun schlecht oder gut leitet.
Meinst du das so?
http://crn-clan.netfirms.com/schaltung1.jpg

Ich habe übrigens statt dem 470Ohm einen 100er eingesetzt um die Stromstärke zu erhöhen!

Kannst du mir sagen, wie ich jetzt am besten die Spannung erhöhen kann? (Habe sogar 12V angeschlossen gehabt, aber das Relais (6V) konnte nicht anziehen, da nur eine Spannung von ca. 3 V da war!
mfg,
bond

TBuktu
27.08.2002, 12:33
Man fängt - entgegen landläufiger Meinung - von hinten an.
Wieviel Strom braucht das Relais. Spannung sollte schon ein wenig zur Betriebsspannung passen :D
Aus diesem Strom folgt dann der nötige Basisstrom. Also Ic geteilt durch die Stromverstärkung des Transistors ergibt den Basisstrom.
Dann nehmen wir den Basisstrom mal 5, wenn wir einen einen Übersteurungsfaktor von 5 haben wollen. Als Stromverstärkung hatten wir ja den worst-case vom Datenblatt genommen, also sind wir auf der sicheren Seite.
Um zu testen, ob der Transistor auch schön übersteuert ist, messen wir die Sättigungsspannung zw. Coll & Emitt. Sollte so ca. 0,1 Volt sein.
Wenn Du Deine Uce misst, was kommt da raus, oder bricht die Versorgungsspannung komplett zusammen?
Vielleicht ist der Strombedarf des Relais auch zu hoch, was brauch das denn so?

(Die Sache wird einfacher mit einem BC516 / BC517, da sind gleich 2 Transistoren in einem Gehäuse)

Gruss
Tim

bond-james-bond
27.08.2002, 13:09
Das Relais braucht 50mA bei 2,80 V um anzuziehen.
Was ist ein Uce und was soll ich jetzt genau machen?
Beim linken Transistor 0,73V bei rechten 3,80V
was heisst das jetzt?
gruß,
manuel

Korrektur:


Kannst du mir sagen, wie ich jetzt am besten die Spannung erhöhen kann? (Habe sogar 12V angeschlossen gehabt, aber das Relais (6V) konnte nicht anziehen, da nur eine Spannung von ca. 3 V da war!

Es sind nur 2,3V!

TBuktu
27.08.2002, 15:36
Was ich noch vergessen habe: Die linke Basis braucht einen Vorwiderstand, weil sonst im Extremfall (Sensorkontakte haben Kurzschluss) die Transistoren zerschossen werden.
Uce ist die Spannung zwischen Collector und Emitter. Wenn Dir das nix sagt musst Du mal ein wenig googeln und Dir ein paar Grundlagen reinziehen.
9 minus 2,8 minus 0,1 ist die Spannung die am Vorwiderstand vom Relais abfallen muss bei 50mA. Da liegst Du mit 100 Ohm gar nicht so verkehrt. Wenn die 50mA aber erst bei 6V fliessen musst Du den Widerstand verringern (auf 56Ohm).
Wenn das Relais ein 6V Typ ist, musst Du aber eigentlich:
9 minus 6 minus 0,1 rechnen.
Miss mal Ube (einzeln) bei den Transistoren. Wenn?s mehr als 0,7 (jeweils) ist, isser putt.
Und mach mal die 100k in Reihe zur Basis vom Linken.
Was für Transistoren hast Du denn überhaupt?

bond-james-bond
28.08.2002, 08:40
ok, das nächste mal werde ich an die Basis noch einen 1kOhm W. einbauen. Ich sage: das nächste mal, weil ich glaube, dass die Transistoren bereits zerschossen sind.
Da die sich Sensoren auch ohne Widerstand berührten und die Transistoren ziemlich warm wurden und merkwürdige Gerüche in die Welt setzten :)
Zur Uce: Bei meinen Messungen war die Uce spannungsabhängig. Bei 9V war die Uce bei linken T 0,74V
beim Rechten 4,3V. Auf dein Anraten habe ich den 100er Widerstand ausgewechselt und siehe da, als ich auf 10V raufging, zog das Relais an. Leider aber auch wenn die Sensoren überhaupt nicht mit einander verbunden waren :(
Hört sich für mich nach kaputten Transistoren an. Was sagts du?
Macht aber nichts, da die Schaltung eh ein paar änderungen erfahren sollte.
mfg,
bond

TBuktu
28.08.2002, 23:17
Ob Transistoren kaputt sind merkt man am Ube, die Basis-Emitter Strecke ist eine Diode und darf nicht über 0,7 Volt haben. Wenn Collector und Emitter nahe 0 Ohm haben, ist das Teil ebenfalls hin.
Zu den Sensoren: Ganz sicher sind in Salzwasser getränkte und dann getrocknete Löschpapierstreifen, an denen die Drähte (z.B. mit einer Büroklammer) befestigt sind. Die funzen dann auch, wenn destilliertes Wasser das Papier benetzt. Ist aber für eine Hochwasser-Anwendung wohl nicht so wichtig :D
Gruss
Tim

bond-james-bond
17.09.2002, 15:15
Danke für eure vielen Antworten und Stellungnahmen. Aber wieder mal drücke ich mich der näheren Zuwendung der Elektronik und weiche auf eine ideotensichere Alternative aus :)

hab mir bei Conrad nen Pegelschalter gekauft, jetzt installiert und getestet - funktioniert 1 A!

mfg,
bond