Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Magnetismus + Strom
Schotter
07.08.2001, 23:36
hat zwar net so recht was mit elektronik zu tun aber egal.
mir is da letztins was in den kopf geschossen und zwar:
ihr habt einen stromdurchflossenen draht und außen rum sind stabmagneten und jeder magnet richtet seinen Nord/Südpol auf den draht. passiert da was? fließen die elektronen schneller? gibt es nen unterschied wenn ich umpol? bei welchselstrom gleiches resultat wie bei gleichstrom?
ich wollt's ja eigentlich selber mal nachbauen, aber ich find den Hammer nicht :)
nunja,
danke schonmal im Vorraus
cu,
Schotter
Axel-Fox
08.08.2001, 08:00
Also, Du hast auf jeden Fall um einen Leiter durch den Strom fließt ein Magnetfeld, daher richten sich die Kompassnadeln aus. Die elektronen beeinflußt das relativ wenig (es wird natürlich das gesamte Feld etwas beeinflußen(Induktion durch die Magnetnadeln), da man eine neue Kraft hinzufügt, aber das kann man vernachläßigen).
Wenn Du den Leiter umpolst (das war es doch, was du meintest, oder?), richten sich die Magneten andersherum aus(funktioniert nur bei Gleichstrom). Wechselstrom hat eine Frequenz von 50Hz, die Trägheit der Kompassnadeln ist viel zu hoch, um darauf noch reagieren zu können. Wenn du jedoch die Frequenz genügend verringerst, drehen sich die Nadeln mit jeder Änderung des Stromflußes, da sich dadurch auch jeweils das Magnetfeld um den Leiter ändert.
Und das ganze hat sehr viel mit Elektronik zu tun.
HTH,
Schotter
08.08.2001, 13:05
*hm* ich hätt' vielleicht noch hinzusagen sollen, dass die Magneten fixiert sind, d.h. sie können sich nicht drehen und garnix. Dann verwend ich ja keine schwachen Kompassnadeln sondern "starke" Stabmagneten und die sollten eben so stark sein, dass man ihre Kraft eben NICHT vernachlässigen kann.
Induktion ist der Ursache entgegengerichtet d.h. der Leiter dürfte dann nur ein Magnetfeld haben, dass Minus- oder Pluspolig ist, so dass die Stabmagneten abgestoßen werden(Gleichnamige Pole stoßen sich ja ab). Sowas kann es aber nicht geben, da zu einem Minus- ein Pluspol gehört und umgekehrt.
---
unter Elektronik versteh ich eigentlich eher was so mit Platinen & Co. wie ma's im Rechner findet. *WURSCHT*
Axel-Fox
08.08.2001, 13:13
<quote>
Induktion ist der Ursache entgegengerichtet d.h. der Leiter dürfte dann nur ein Magnetfeld haben, dass Minus- oder Pluspolig ist, so dass die Stabmagneten abgestoßen werden(Gleichnamige Pole stoßen sich ja ab). Sowas kann es aber nicht geben, da zu einem Minus- ein Pluspol gehört und umgekehrt.
</quote>
Ich verstehe leider absolut nicht, was Du damit sagen möchtest.
Vor allem der letzte Satz ist mir ein Rätsel...
Induktion wirkt natürlich der Ursache entgegen, wenn Du es auf die Spannung alleine beziehst. Bewegst Du jedoch ein Magnet entlang eines Leiters und/oder wechselst ständig die Polungsrichtung des Magneten, induzierst du auch einen Strom in den Leiter. Und genau das war mit meiner Aussage gemeint.
Und die Magnete würden rein theoretisch die Elektronen verlangsamen, oder beschleunigen.
(wobei ich mir da jetzt nach ein bisschen nachdenken noch nicht mal so sicher bin)
Kommt drauf an, welchen Pol Du auf den Leiter richtest. Man sollte hierbei beachten, daß rein physikalisch gesehen nur die negativ geladenen Teilchen die jenigen sind, die sich im Leiter bewegen.
Primitive
08.08.2001, 13:14
Also wenn ich dich richtig verstanden habe, meinst du sowas, wie einen Beschleunigungskondensator. Allerdings "fließen" da die Elektronen nicht durch die angelegte Spannung, sondern werden durch ein Magnetfeld beschleunigt.
Ich könnt mir vorstellen, dass das Magnetfeld des Leiters nicht so groß ist, wie das der Stabmagneten. Folglich muss sich der Leiter bewegen. Aber auf die Elektronen hat das Megnetfeld keinen Einfluss, solange Spannung angelegt ist.
Wenn keine Spannung angelegt ist, dann läuft das ganze auf Induktion raus (bewegter Leiter im Magnetfeld bzw. umgekehrt).
MfG Primitive
Axel-Fox
08.08.2001, 13:23
@Prinitive: von der Seite habe ich die Sache noch gar nicht gesehen...Magnetfeldbeschleuniger.... das kann natürlich sein, der hat aber wirklich nichts mit der Spannung zu tun. Wird da überhaupt Spannung angelegt? Das wäre dann auch nicht so einfach mit Stabmagneten getan. Man muß für sowas dann schon eine richtige Steuerschaltung für die Magneten entwickeln, damit man kontrolliert auf die Elektronen einwirken kann...
@ Schotter : Vielleicht beschreibst Du noch mal genauer worauf Du hinaus willst?
Primitive
08.08.2001, 16:46
Naja. Komplizierte Steuerschaltung ist übertrieben :D
Da hast du einfach eine Elekrtonenquelle, einen Kondensator und das wars dann. Die Elekronen werden durch den Kondensator gejagt und dann durch das Magnetfeld abgelengt (Lorentzkraft).
Genau auf die selbe Art und Weise kannst du Elektronen auch beschleunigen. Das wir bei Maschinen gebraucht, die Elektronen mit einer einheitlichen Geschwindigkeit brauchen. Da werden Elektronen durch einen Kondensator gejagt, und je nach Geschwindigkeit mehr oder weniger abgelengt. Bei einer bestimmten Geschwindigkeit werden die Elektronen nicht abgelengt (Elektrische Feldkraft = Lorentzkraft) und diese können durch eine Öffnung austreten.
Das war jetzt vielleicht ein wenig wirr, aber wenn du willst, schreib ich dir eine Ausführliche Erklärung per eMail oder so.
MfG Primitive
Axel-Fox
08.08.2001, 16:58
Ich weiß schon, wie das funktioniert. Wenn man das allerdings mit Magneten nachbauen will muß man dafür schon ne vernünftige Steuerung haben.
Ich habe Schotters Frage halt anders oder falsch verstanden denke ich.
Naja...
Hm... die Induktion und damit Spannungsänderung ist doch dPhi / dt, also FlussÄNDERUNG pro Zeit? Würde bedeuten, dass bei konstantem magnetischem Fluss keine Induktion stattfindet.
Schotter
08.08.2001, 22:39
dann sag ich mal wieder was. mir is nämlich aufgefallen, dass des was ich wollt ansich net geht :confused: , denn der Nord- bzw. Südpol des Leiters ist ja am Ende vom Leiter(und wo ist das Ende eines Kreislaufes?), d.h. meine Magneten kann ich garnicht gegen das Magnetfeld des Leiters richten. Um den Leiter is zwar ein Magnetfeld, aber des hat keinen Anfang und kein Ende somit "keinen festen" Nord- und Südpol..
etz tu ich mal aweng a paar regeln anwenden:
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| |--<---------<---------<--- (Leiter)|
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
Pfeile = Richtung in der die Elektronen fließen
senkrechte Striche = Magnetfeld vom Stabmagneten
elektronen nach links -> technischer Strom nach rechts. da zeigt der Daumen der rechten hand hin :) (kann sich wer dran erinnern)
Magnetfeld geht etz mal von unten nach oben -> zeigefinger zeigt auch von unten nachoben (wennst net mit kommst dann, nimm dei rechte hand, die handfläche schaut zu dir, dann machst 'ne faust und streckst daumen und zeigefinger aus)
=> die elektronen werden zu mir/dir hin abgelenkt, da der mittelfinger zu mir/dir zeigt. der steht im rechten winkel zum zeige- und daumenfinger :)
wenn etz des magnetfeld vom stabmagnet anders rum ginge, dann würde die elektronen von mir/dir weggedrückt.
so und was hamma eta? unsere Elektronen haben eine neue Richtung bekommen -> wir wenden die 3 Finger Regel gleich noch einmal an und stellen fest das im 1. Fall, die Elektronen beschleunigt werden und im 2. abgebremst werden.
etz überlegen wir noch einwenig und stellen fest, dass der 1. fall eintritt, wenn ich den Nordpol auf den Leiter zeigen lasse und der 2. fall tut dann eintreten, wenn der Südpol hinzeigt.
so und jetzt? jetzt müsst ma noch wissen, wie des Magnetfeld am Leiter eigentlich aussieht. denn es "drückt" ja aus jeder richtung "ein und das selbe"(gleichstarke/gleichnamige) Magnetfeld auf den Leiter. Seid ihr noch soweit dabei? Ich mal nochmal.
(stabmagnet1) -> | <- (stabmagnet5)
(stabmagnet2) -> | <- (stabmagnet6)
(stabmagnet3) -> | <- (stabmagnet7)
(stabmagnet4) -> | <- (stabmagnet8)
... -> | <- ...
. -> | <- .
(Leiter)
und es sind ja mehr als nur 8 des ganze is ja 3D.
Jo, also wie schauts da etz mit'm magnetfeld aus, wema des ham kömma ja mal übern wechselstrom reden.
cu,
t.s.