Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Filesystems: Linux/Unix und ext und ext2 !!!
Simon the Ravager
20.02.2001, 17:44
Wer was genaueres über solche Filesysteme...wie sie genau funktionieren...wie das Linux Filesystem funktioniert weiss ich....boot, Superblock, i-nodes, Datensegmente.....aber wie ist das programmiert....wen wer da genaueres weiss...danke !!!
*pffff*...
die Linux-Source kann ich auch nicht auswendig...
aber superblocks, inodes usw. gibt's in den meisten FS
ext2 ist nicht unbedingt das non-plus-ultra eines Filesystems, es ist eher durchschnittlich.
Ein geniales Filesystem ist z.B. das JFS von AIX, da bei diesem FS alles on-the-fly geht, das Filesystem organisiert sich mehr oder weniger automatisch... (praktisch: Vergrößern on-the-fly, Verkleinern on-the-fly geht entgegen mancher Aussagen auch, aber nur mit Insider-Wissen, da das AIX-Tool (smitty) das nicht automatisch kann)
Dann kenne ich noch das Solaris FS, das teilt Partitions nochmal in Slices auf, benutzt ein spezielles Labeling-System, und ist außerdem praktischerweise selbstdefragmentierend.
Naja, passt nicht ganz hierher, aber dennoch: HPFS (das FS von OS/2), unterstützt wie Linux usw. auch 254 zeichen lange Filenames, ist für möglichst hohe Leistung ausgelegt, aber Filenames sind nicht case-sensitive.
Per Erweiterung kann es auch Permissions vergeben ("Normales" OS/2 ist Single-User, bei Multiuser-Extension gibts dann Permissions im Filesystem)
Aus Endanwendersicht gesehen so eine Art besseres NTFS
Dann wäre da noch ein NTFS-Gerücht, das hier mal geklärt werden könnte:
Ja, auch NTFS fragmentiert, auch Win2000 hat kein AutoDefrag im System Kernel.
Viel mehr fällt mir spontan auch nicht ein...
mfg octogen
Simon the Ravager
23.02.2001, 06:49
Aha..danke schonmal...kannst du das JFS genauer erläutern ???
THANX
Werde es versuchen ;D
JFS ist das Filesystem des Unix-Clones AIX.
AIX ist ein System-V Style Unix mit starker Beeinflussung durch die BSD-Systeme, also sozusagen ein Wanderer zwischen den Welten. Der Kernel ist eine Eigenentwicklung von IBM und stammt nicht vom ursprünglichen Unix-Source ab.
AIX wird vorwiegend für hochverfügbare e-Business Server und für wissenschaftliche Rechner ("Supercomputer") benutzt.
Unter anderem läuft der leistungsfähigste Computer der Welt unter AIX.
Bei JFS werden praktisch beliebig viele physische Partitionen oder auch ganze Disks (bzw. Mirroring- oder RAID-Systeme) zu Volume Groups zusammengefasst, die sich dann in einzelne Volumes teilen lassen. Ein solches Volume kann, ähnlich einer Partition unter Linux, dann einfach irgendwohin gemountet werden.
Diese Volumes lassen sich während Laufzeit um weitere Partitionen oder Disks erweitern (das geht sehr einfach mit dem Tool "smitty", das bei AIX den großteil der Admin-Aufgaben erledigt).
Smitty kann während Betrieb die Volumes nicht automatisch verkleinern, mit etwas Insider-Wissen ist aber auch das kein Problem.
JFS ist sehr sicher konzipiert, d.h. es stellt sicher, dass z.B. Daten, die verschoben werden auch wirklich ankommen, und nicht während der Transaktion verloren gehen.
mv file1 file2
Vorgehensweise (schematisch):
label "move" -> file1
touch file2
label "move" -> file2
cp file1 file2
remove label "move" file2
rm file1
Wenn also während irgendeiner Operation ein plötzlicher Fail-Total auftritt (z.B. Stromausfall), dann scheint das beim Wieder-Hochfahren des Systems im Filesystem-Journal auf, und die Aktion wird geprüft und entweder fortgesetzt, oder neu begonnen. Datenverlust tritt nicht auf.
Das Filesystem ist afaik außerdem selbstdefragmentierend.
Standard-AIX ist POSIX-kompatibel und unterstützt zusätzlich ACLs.
Mandatory Access Control, Role Based Access Control und diverse weitere Security-Enhancements für AIX stehen ebenfalls zur Verfügung. (z.B. AIX-B1/EST-X oder Argus Systems Pitbull)
Ebenfalls interessant an AIX ist die äußerst leistungsfähige dynamic reconfiguration. Als einziges Betriebssystem ist AIX in der Lage, während laufendem Betrieb (d.h. ohne reboot, ohne downtime) eine neue Version des Systemkernels zu starten. Das heißt, dass AIX theoretisch nie rebootet werden muss, weil sogar neue AIX-Versionen on-the-fly in Betrieb genommen werden können.
AIX läuft auf Systemen der RS/6000 Serie (eServer pSeries) und auf Systemen des Herstellers BULL (POWER-RS-64 Plattform)
mfg octogen
Simon the Ravager
24.02.2001, 21:50
Woher hast du das alles erfahren ?? Buch oder online....kennst du eine Page die das AIX-FS bis ins letzte Detail beschreibt. Oder ne Page wo AIX gross gepriesen wird...oder ne Entwicklerpage dazu......????
THANX schonmal hat mir sehr, sehr geholfen bisher schonmal....-> Hast deinen Mod verdient !!!
Simon the Ravager
24.02.2001, 21:51
[.. cut ..]
(Wahrscheinlich versehentlich doppelt gepostet)
[Dieser Beitrag wurde von octogen am 25. Februar 2001 um 11:35 Uhr editiert.]